Nach einem anstrengenden Endspurt hatte ich alles zusammen und konnte das 2,5 GB PDF völlig übermüdet in die Druckerei bringen. Leider endete das Projekt dort nicht sondern fing erst richtig an. Nein, die konnten das nicht ausschießen - es fehlte einfach die Software. Ja, ich hatte das Projekt vorher mit ihnen besprochen. Zum Glück schoss mir meine Lieblings-Offsetdruckerei in Vorarlberg die Daten über Nacht aus. Pünktlich um acht holte ich die Druckdaten ab und wurde erneut vom Drucker abgelehnt - zu großes Format der PDF Seiten. Um es neu auszuschießen blieb keine Zeit, also beschnitt ich die PDFs, fuhr wieder die 20km zur Druckerei und bekam wieder einen Korb. Diesmal konnte ich den Kerl aber doch nach Betteln und Batteln überreden, den Auftrag loszuschicken. Bingo! Er konnte es kaum glauben, dass es richtig herauskam. Danach lief alles reibungslos bis ich den Karton voller Druckbögen durchblätterte und mir langsam aber sicher bewusst wurde, dass die Daten falsch ausgeschossen waren. Das war das endgültige Aus für die Fadenheftbindung. Grrrrrrrr. Glück im Unglück hatte ich mit dem Buchbinder. BUBU in Mönchaltdorf ist das Bindeparadies! Noch habe ich das Produkt nicht, aber die schaffen alles, wie ich es möchte, und das auch noch in der halben Zeit.
Die Produktion waren drei Tage voller Stress, Machtlosigkeit, Überraschungen und vielen Kompromissen. Bin schon etwas enttäuscht, dass ich nicht das bekomme, das ich sauber geplant, gestaltet und organisiert habe.
Fazit: Bücher druckt man Offset - nicht wegen der Qualität, sondern dem Fachpersonal.